Wer baut den Bluecar?
Bluecar ist die Elektroauto-Marke der französischen Bolloré-Gruppe, einem traditionsreichen Industriekonzern, dessen Geschäftsbereiche unter anderem Energiespeicherung und Elektromobilität umfassen. Die Fahrzeuge waren Teil einer umfassenderen Initiative, zu der auch Elektrobusse und Carsharing-Dienste gehörten. Der Bluecar selbst wurde gemeinsam mit dem italienischen Designhaus Pininfarina entworfen.
Der Name sorgt oft für Verwirrung: Bluecar ist sowohl der Markenname als auch die Bezeichnung seines bekanntesten Stadtautos. In der Modellpalette stand er neben dem Bluesummer, einem offeneren Elektroauto.
Welche Modelle umfasst die Bluecar-Modellpalette?
Der Bluecar war ein kompaktes, rein elektrisches Stadtauto, das speziell für den städtischen Einsatz und Carsharing-Flotten entwickelt wurde. Sein Kleinwagenformat eignete sich für Kurzstrecken und enge Straßen, während der Elektroantrieb bedeutete, dass kein Benzinmotor betankt werden musste.
Der Bluesummer bot eine andere Art des elektrischen Fahrens: ein viersitziges Cabriolet für Freizeitfahrten. Im Rahmen einer Partnerschaft mit Bolloré wurde er in Frankreich über Citroën vertrieben. Die beiden Modelle hatten in der kurzlebigen Modellpalette unterschiedliche Aufgaben: Der Bluecar war für den Alltag in der Stadt gedacht, der Bluesummer für Fahrten mit offenem Dach.
Wie hat sich die Modellpalette entwickelt?
Beide Modelle tauchen ab 2014 in den Zulassungszahlen der Europäischen Union auf. Der Bluecar wurde bis 2018 weitergeführt, während der Bluesummer bis 2016 verzeichnet ist. Die kürzere Laufzeit des Cabriolets spiegelt eine Veränderung in der Partnerschaft wider: Die Produktion des Bluesummer endete 2016, als der elektrische E-Mehari von Citroën an seine Stelle trat.
Der Bluecar war in diesen Jahren mit 6.144 EU-Zulassungen von 2014 bis 2018 das wichtigere Modell der Baureihe. Der Bluesummer kam von 2014 bis 2016 auf 840 Zulassungen. Die Zahlen zeigen, dass das Stadtauto das Hauptmodell war und das Cabriolet die Modellpalette ergänzte.
Wo wurden Bluecar-Fahrzeuge verkauft oder zugelassen?
Die hier dargestellten Marktdaten betreffen die Europäische Union und stammen aus EWR-Zulassungszahlen. Sie decken die Jahre 2014 bis 2018 ab. Der Bluecar war während des gesamten Zeitraums vertreten, der Bluesummer endete früher. Der Elektroantrieb war für die Marke zentral: Bollorés Fahrzeugaktivitäten waren eng mit den Batterie- und Carsharing-Aktivitäten des Unternehmens verknüpft.
Offizielle Verbrauchs- und Emissionswerte hängen vom jeweils angewendeten Testverfahren ab. Europäische Ergebnisse können auf dem WLTP- oder dem älteren NEFZ-Verfahren basieren; EPA-Werte aus den USA und kanadische 5-Zyklus-Ergebnisse werden nach anderen Methoden ermittelt, weshalb Werte aus diesen Märkten nicht so verglichen werden sollten, als wären sie auf dieselbe Weise gemessen worden.
Fragen und Antworten
War der Bluecar ein reines Elektroauto?
Ja. Der Bluecar war ein elektrisches Stadtauto gänzlich ohne Benzinmotor.
Worin bestand der Unterschied zwischen dem Bluecar und dem Bluesummer?
Der Bluecar war das kompakte Stadtauto; der Bluesummer war ein viersitziges Elektro-Cabriolet für den Freizeitgebrauch.
Wann war der Bluesummer erhältlich?
Er taucht in den EU-Zulassungszahlen von 2014 bis 2016 auf. Die Produktion wurde 2016 eingestellt, als der Citroën E-Mehari an seine Stelle trat.
Woher stammen die Zulassungszahlen für den Bluecar?
Die über den EWR gemeldeten Zulassungszahlen der Europäischen Union decken die erfassten Jahre der Modelle ab.

